'Tschuldigung! Mein Hund ist noch sehr jung und verspielt!"

»... ja dann nehmen Sie ihn doch an die Leine!« war meine erste Reaktion, nachdem mich beim Joggen im Wald ein junger Hund freudig ansprang nachdem er blitzschnell auf mich zukam...


Und sofort dachte ich an den Vergleich mit unseren Gedanken. Unsere Gedanken sind manchmal auch wie ein verspielter Hund: Sie springen sofort auf etwas auf und jeden an, wenn wir sie nicht an die Leine nehmen. Unser Geist ist sehr verspielt, die Gedanken flitzen von einem Objekt zum nächsten. Wir denken an gestern, die Situation soeben im Meeting und gleich darauf springen wir auf einen Gedanken in die Zukunft auf. Das hin-und-her wäre nur halb so schlimm, wenn wir nicht dazu tendieren würden mit unseren Gedanken ein irre Kopf-Kino zu starten: »Der war aber eben komisch am Telefon, hab ich ihm was getan?« oder »ach du liebe Güte, schon wieder eine E-Mail von ... na toll, das ahnt nichts gutes ... «. 

Geben wir unseren Gedanken eine Leine, so haben wir sie im Griff und nicht sie uns. Wie geht das? Zunächst, indem wir uns unserer Gedanken einfach bewusst werden: »Was denke ich jetzt gerade?« und dann, wenn wir merken dass unser Kopfkino in Richtung Katastrophenfilm geht »Ist es wirklich soo schlimm, ist es lebensbedrohlich? Oder gerade einfach nur unangenehm?« Und was könnten Sie ganz objektiv denken »Es ist nur eine E-Mail, ein elektronisches Dokument. Punkt.« 

Ausprobieren. Jetzt: Was sind jetzt gerade für Gedanken da? 

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