Warum ein Hamster klüger ist als wir und wie wir unser Kopfkino nutzen können    

Gerade jetzt zum Jahresende höre ich häufig »mein Akku ist langsam alle, wird Zeit, dass die Weihnachtspause kommt«. Wie geht es Ihnen und Ihrem Hamsterrad? Ein Hamster benötigt sein Hamsterrad für seine Bewegung. Doch der Hamster steigt aus seinem Rad aus, wenn er genug davon hat und knabbert wieder an seiner Möhre oder ruht sich aus. Wie machen wir das? Wir denken meines Erachtens viel zu häufig, dass wir im Hamsterrad gefangen sind und nicht aussteigen können. Weil die Umstände nun einmal so sind. Weil sich alles schneller dreht. Und klar, dann müssen wir auch schneller sein. Doch ist das klug?

 

Nein. Ganz gewiss nicht. Auch wir können entscheiden, dass wir ins Hamsterrad steigen, wir können das Tempo selbst bestimmen und wenn wir eine Pause benötigen und genug gedreht haben, können wir uns entscheiden, wieder auszusteigen. Meines Erachtens drehen wir selbst zu sehr am Hamsterrad: Wir meinen, wir müssten es schnell machen. Wir meinen, wir müssten es allen recht machen. Wir meinen, wir müssten es perfekt machen. Das kostet uns Energie. Energie, die uns fehlt, um unsere innere Klugheit anzustellen und ab und zu einmal auszusteigen.

 

Wir brauchen Abstand: Abstand zu unserem Hamsterrad, Abstand zu uns selbst, Abstand zu unseren inneren Beschleunigern. Diesen Abstand können wir durch unser Kopfkino herstellen: Beobachten wir uns selbst aus dem Kinosessel heraus: In welchem Film spielen wir gerade? Welche Rolle haben wir? Sind wir Held des Perfektionismus? Heldin und Retterin aller Familienfeiern? Und wie können wir in unserem eigenen Film das Tempo reduzieren?

 

Schaffen Sie sich täglich Abstand zu sich selbst: Beobachten Sie sich selbst. Oder sitzen Sie einfach mal zwei Minuten und machen nichts außer sich selbst zu beobachten. Schreiben Sie Tagebuch: Wie fühle ich mich? Wie geht es mir? Gehen Sie spazieren - ohne Handy, Musik.


Foto: fotolila

 

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