Gibt es Veränderungen zum Schnäppchenpreis?

„Wie soll ich das denn jetzt machen?“ oder „Haben Sie nicht ein Standard-Rezept, wie ich das jetzt im Alltag hinbekomme?“ – Dies sind regelmäßige Fragen von Teilnehmern in Workshops, insbesondere am Ende. Diese Fragen finde ich berechtigt, schließlich kommen die Teilnehmer ja in einen Impulsworkshop, um etwas an sich zu verändern – zumindest gehe ich davon aus. Was mir in den letzten Jahren auffällt: Die Suche nach der schnellen Lösung, ohne viel Aufwand, ohne eine eigene Investition nimmt zu. Viele möchten sich verändern, jedoch ohne einen Preis dafür zu zahlen. Und dieser Preis setzt sich meines Erachtens zusammen aus:

 

1.     Preis der Selbstreflexion:

Wie genau ist es denn in meinem Alltag, und wo kann ich Stellschrauben finden, das Gehörte im Impulsworkshop oder im Vortrag bzw. das Gelesene im Buch auszuprobieren?

 

2.     Preis des Energieeinsatzes und Aufwandes:

Wie viel Energie setzen Sie täglich ein für Ihre Routinen im Job? Wie viele Gedanken machen Sie sich um die beruflichen Projekte? Sicherlich ein paar Stunden in der Woche. Und wie viel Energie setzen Sie ein für sich selbst und für Ihre persönliche Zielerreichung? Nehmen wir ein einfaches, sehr relevantes Beispiel: Sie möchten Abschalten lernen, Sie möchten abends wirklich Feierabend haben und nicht ständig an berufliche Projekte denken. Aus meiner Erfahrung heraus sind wir sehr gut darin und investieren sehr viel, beruflich „on“ und produktiv zu sein. Wir investieren viel in unser Zeitmanagement, unsere Selbstorganisation und in fachliche Themen. Doch mal ganz ehrlich: Wie viel tun wir zur Zeit dafür, abends einen freien Kopf zu haben? Wie oft lesen wir dazu einen Fachartikel? Was probieren wir für dieses Ziel konsequent aus? Meines Erachtens kommt es auf die Relation zwischen Input und Output an: Wenn ich meine Energie in ein Vorhaben investiere, ist die Chance größer, dass ich ein Ergebnis erziele. Auto fahren haben wir ja auch nicht vom Lesen und Zuhören gelernt, sondern vom Autofahren selbst. Wir können nicht erwarten mit wenig Input hohen und schnellen Output zu erreichen.

 

3.     Preis des Wozu:

Und letztlich benötigen wir für uns die Antwort auf die Frage: Wozu will ich mich denn verändern, was verspreche ich mir davon? Was ist wirklich die Bedeutung des Vorhabens? Solange Sie diese Frage nicht geklärt haben, werden Sie nicht nachhaltig in die Veränderungen kommen und Sie werden gegen den inneren Schweinehund verlieren. Erst wenn wir ein Wozu haben, werden wir auch bereit sein, Energie zu investieren.

 

So gibt es persönliche Veränderungen leider nicht im Sonderangebot, sondern sie haben ihren Preis. Als allererstes müssen Sie es wirklich wollen, Sie müssen also bei der dritten Frage anfangen, das Pferd von hinten aufzäumen. Und mal ehrlich: Ihr Alltag ist so individuell und einzigartig, es wäre doch vermessen, wenn es für alle das gleiche Rezept der Veränderung gäbe, oder? Also, nehmen Sie die Zügel in die Hand und übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Veränderung in Ihrem Alltag! Und wenn Sie eine Umsetzungsbegleitung, eine Sparringspartnerin wünschen, ich unterstütze Sie sehr gerne!

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