Menschlich führen mit Gefühl: So geht es einfach und ganz einfach

Menschlich führen mit Gefühl: So geht es einfach und ganz einfach

Wir haben Angst vor Robotern. Und gleichzeitig sind wir ihnen manchmal fast ähnlich. Emotionslos, funktionieren, rattern To-Do-Listen ab. Zeigen in Gesprächen keine Gefühle. Antworten pauschal „Alles ist gut, läuft.“ Doch eine menschliche, herzliche Zusammenarbeit kann sich so schwer entwickeln, wenn wir uns wie Roboter verhalten und keine Miene verziehen. Denn Gefühle bewegen uns – zu uns, zu anderen Menschen oder zu Projekten. Gespräche werden tiefer, Feedback wird differenzierter, wenn wir uns unserer eigenen Gefühle bewusster werden. Zwei Ansätze ermutigen zu mehr Menschlichkeit im Alltag, zu mehr Nähe zu sich selbst, um dann dem Anderen näher zu sein.

1. Der einfache Ansatz

Schreibe spontan eine Liste mit der Antwort auf folgende Fragen: Mit welchen Gefühlen gehe ich durch den Tag? Welche Gefühle sind mir sehr bekannt? Finde mindestens 7 Gefühle, besser 10. Dann schaue Dir die Liste an: Wie viele Gefühle sind positiv, wie viele sind negativ?

Ich habe diese Übung vor knapp zwei Jahren auf einem Seminar gemacht und war selbst erschrocken. 50% sind negativ! Und diese Emotionen schwarz auf weiß zu sehen, war sehr hilfreich. 

Mir ist klar geworden, dass die meisten negativen Gefühle völlig unbegründet sind. Dann habe ich mich gefragt: Was passiert, wenn ich mich bewusst entscheide, mich per se einfach besser zu fühlen? 

Spiel das mal im Kopfkino durch. Ich wette, dass Du von einem Moment auf den anderen eine andere Körperhaltung und Energie hast.

2. Der ganz einfache Ansatz

„Wenn Sie mal in sich hineinspüren, was fühlen Sie?“ Diese Frage ist für mich zentral. Ich habe sie das erste Mal in 2004 von meiner damaligen Psychotherapeutin gehört, als ich mir (endlich) wegen meinem Burnout-Syndrom Unterstützung gesucht hatte. „Nehmen Sie mal die Maske ab und horchen in Ihren Rollkragenpulli hinein, fragen Sie sich das mehrmals am Tag.“ 

Dieser Tipp ist wirklich gut. Einfach mal innehalten, den Autopiloten ausschalten und in Dich hineinspüren. 

Wenn Du magst, kannst Du noch eine Skala hinzufügen: Wie fühle ich mich jetzt gerade auf einer Skala von 1-10? Falls Du nicht zufrieden bist, frage Dich: Was kann ich jetzt aus eigener Kraft tun, damit ich mich besser fühle? 


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