„Wissen alleine reicht nicht, es braucht die Erfahrung.“ Als ich dieses Zitat in einem Podcast höre, stimme ich direkt zu und beobachte dies gerade regelmäßig, wenn Learning Journeys ihren Abschluss finden. Learning Journeys sind Lernreisen mit verschiedenen Stationen. Zum Beispiel beinhaltet im Kontext „Resilienz & Selbstführung“ eine LearningJourney insgesamt sechs Stationen: drei halbtägige Impulsworkshops in Präsenz sowie drei einstündige Online-Nuggets.
Das Besondere:
- Die sechs Bausteine sind über einen Zeitraum von 10-12 Wochen verteilt.
- Die Teilnehmenden reflektieren nicht nur die Prinzipien und Impulse zur Resilienz und Selbstführung, sondern auch, was es braucht in die nachhaltige Umsetzung zu kommen, also auch mit Rückschlägen in der Umsetzung umzugehen.
- Die Teilnehmenden setzen sich ein persönliches Veränderungsziel, was zu ihrem Berufsalltag passt.
- Die Methodiken, insbesondere im Auftaktworkshop sind so ausgewählt, dass die psychologische Sicherheit in der Gruppe bestmöglich unterstützt wird.
- Mein Anteil an Input und Impulsen ist nach dem Auftaktworkshop minimal. Der Austausch sowie das gegenseitige Zuhören stehen im Fokus. Im Aussprechen über sich selbst denken, sich mit Herausforderungen nicht mehr alleine fühlen, beim Zugehört-Werden Lösungen entwickeln sind Nutzen, die die Teilnehmenden wertschätzen.
- Das Tempo ist anders als der operative Businessalltag: langsamer. Mit Zeit zum Innehalten.
Von den Teilnehmenden höre ich oft als Feedback, dass es gerade das gegenseitige Austauschen, Zuhören und das Innehalten waren, die die persönliche Veränderung unterstützen. Sich selbst auch zuhören, nach innen zuhören ist der Startpunkt: Was will ich eigentlich? Was heißt Resilienz für mich? Wie bin ich konkret, wenn ich ein wenig resilienter bin und mich selbst „positiver“ führe?
In der LearningJourney ist für diese Fragen Zeit und Raum. Wenn ich aussprechen kann, was mir schon gut gelingt und wo es noch unsicher ist, wird es greifbarer. Ganz nebenbei lernen die Teilnehmenden voneinander und bilden Netzwerke in der Organisation.
Dass Veränderung weniger Input braucht, sondern mehr zuhören, musste ich erst selbst lernen. Bevor ich es auch als Facilitatorin so vermittle.Erst zuhören, dann führen. Gilt auch bei der Selbstführung. Erst sich selbst zuhören. Dann entscheiden, wohin ich mich führen möchte. Was ich eigentlich brauche.
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Bild: Privat
Podcast: Hotel Matze mit Shi Heng Yi
