Ziele: was ich aus dem Ultralaufen für den Business Alltag lerne

In der Vorbereitung auf meinen ersten Ultralauf lese ich im Buch „Mental Training for Ultrarunning“ von zwei Zielarten: Ergebniszielen und Prozesszielen. Und dass es wichtig ist, nicht nur jeweils ein Ziel zu haben, sondern drei Ziele – Gold, Silber und Bronze. So entwickle ich nach und nach sechs Ziele für den anstehenden Lauf. Ich fühle mich gut dabei, meine Mindestziele klar zu haben. Und erkenne im Nachgang, wie stressig es ist, nur ein Ergebnisziel zu haben. Denn so habe ich es in der Vergangenheit gemacht: Ein Zeitziel. War dieses in Gefahr oder lief ich hinter dem Plan, ging sofort meine Motivation in den Keller. Zugleich setzte es mich sehr unter Druck.

Mit dem neuen System entspanne ich mich. Ich konzentriere mich am Anfang auf das Bronze-Prozess-Ziel. Läuft das gut, mache ich etwas vom Silbernen usw. Was ich ebenfalls lerne: je mehr ich meine Prozess-Ziele erreiche, umso leichter fallen mir die Ergebnisziele.

Dies übertrage ich in meine Business-Aufgaben und Projekte. Ich setze mir Mindestziele und Prozessziele. Selbst wenn ich während einer Woche spüre, dass mein „Gold“-Ziel nicht mehr möglich ist, orientiere ich mich an Silber und Bronze. Und das Bronze-Ziel auf der Prozess-Ebene ist für mich oftmals: den Lauf der Dinge akzeptieren, den Prozess akzeptieren und mit einer guten Haltung (nämlich mitverantwortlich und mit dem Herzen voran) den nächsten Schritt setzen.

Diese Zielsetzung-Systematik funktioniert nicht nur in der Selbstführung sondern auch in der Führung von Teams und Projekten. Ich bin sicher, dass dies zu mehr Klarheit, Transparenz und damit Motivation führt.

Bild: privat (meine Zielsetzungen für den Sumema Ultramarathon 2024)

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